Monatliches Archiv: September 2015

Zugplan Mendener Höhe 09.09.2015

Mittwoch 9 September 2015

 

Zählzeitraum: 07:20 – 16:00
Type zählug: alle Arten
Wetter: wind NO2, wolkenbedeckungsgrad 1/8
Zähler: P. Kretz

S N S N S N
Kormoran 14 Rotfußfalke
1 Rotkehlpieper 1
Silberreiher 2 Baumfalke 6 Schafstelze 89
Wespenbussard 1 Heringsmöwe 1 Gebirgstelze 2
Wiesenweihe * 1 Rauchschwalbe 15 Bachstelze 12
Sperber 6 Mehlschwalbe 200 Goldammer 1
Mäusebussard 21 Baumpieper 42 Admiral 2
Gesamt: 417 Exemplare, 18 Arten, 8:40 Stunden

Anwesend: Kanadagans 24, Rotmilan 2, Wiesenweihe 1*, Habicht 4, Sperber 2, Mäusebussard 7, Turmfalke 3, Baumfalke 1, Hohltaube 16, Ringeltaube 120, Grünspecht 1, Buntspecht 2, Blaumeise 30, Kolkrabe 1, Buchfink 40, Goldammer 15

Fett = Bemerkenswerte Beobachtung (seltene oder wenig häufige Art oder hoge Anzahl)
* = Informationen (Maus über art)

Zugplan Bodendeponie Kolkerhofweg 12.09.2015

Samstag 12 September 2015

 

Zählzeitraum: 07:15 – 12:15
Type zählug: alle Arten
Wetter: wind SW3, wolkenbedeckungsgrad 7/8
Zähler: P. Kretz; T. Rautenberg

S N S N S N
Kormoran 7 17 Brachpieper 3 Wacholderdrossel * 1
Silberreiher 1 Baumpieper 32 Singdrossel * 1
Rohrweihe * 1 Wiesenpieper 2 Kohlmeise 13
Hohltaube 3 Schafstelze 49 Buchfink 5
Feldlerche 1 Gebirgstelze 1 Erlenzeisig 1
Rauchschwalbe 672 Bachstelze 8 Bluthänfling 3
Mehlschwalbe 4 Heckenbraunelle 2 Tagpfauenauge 1
Gesamt: 828 Exemplare, 21 Arten, 5:00 Stunden

Anwesend: Graureiher 8, Graugans 15, Kanadagans 72, Krickente 2, Habicht 1, Sperber 3, Mäusebussard 4, Turmfalke 2, Waldwasserläufer 1, Hohltaube 2, Ringeltaube 80, Buntspecht 1, Feldlerche 2, Brachpieper 6, Bachstelze 3, Gartenrotschwanz 2, Braunkehlchen 5, Schwarzkehlchen 2, Steinschmätzer 1, Neuntöter 1, Star 120, Feldsperling 30, Stieglitz 30

Fett = Bemerkenswerte Beobachtung (seltene oder wenig häufige Art oder hohe Anzahl)

 

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Brachpieper auf der Deponie von T. Rautenberg

Zugplan Mendener Höhe 11.09.2015

Freitag 11 September 2015

 

Zählzeitraum: 07:45 – 13:30
Type zählug: alle Arten
Wetter: wind NO2, wolkenbedeckungsgrad 1/8, sichtweite 30000m
Zähler: P. Kretz

S N S N S N
Rostgans 1 Rauchschwalbe 886 Bachstelze 2
Rohrweihe * 1 Mehlschwalbe 36 Singdrossel 3
Mäusebussard 15 Baumpieper 22 Stieglitz 1
Turmfalke 2 Wiesenpieper 2 Admiral 12
Baumfalke 2 Schafstelze 46
Hohltaube 5 Gebirgstelze 4
Gesamt: 1040 Exemplare, 16 Arten, 5:45 Stunden

Anwesend: Kanadagans 24, Habicht 5, Sperber 2, Mäusebussard 7, Turmfalke 3, Wanderfalke 2*, Buntspecht 2, Bachstelze 3, Kohlmeise 30, Goldammer 5

Fett = Bemerkenswerte Beobachtung (seltene oder wenig häufige Art oder hoge Anzahl)
* = Informationen (Maus über art)

Zugplan Mendener Höhe 10.09.2015

Donnerstag 10 September 2015

 

Zählzeitraum: 07:45 – 13:30
Type zählug: alle Arten
Wetter: wind NO3, wolkenbedeckungsgrad 1/8
Zähler: P. Kretz

S N S N S N
Kormoran 19 Baumfalke 5 Bachstelze * 1
Graureiher 4 Kiebitz 32 Steinschmätzer 2
Graugans 9 Rauchschwalbe 210 Bluthänfling 1
Rohrweihe * 1 Mehlschwalbe 92 Admiral 6
Mäusebussard 24 Baumpieper 8 Tagpfauenauge 2
Turmfalke 2 Schafstelze 65
Gesamt: 483 Exemplare, 17 Arten, 5:45 Stunden

Anwesend: Graureiher 14, Kanadagans 24, Rotmilan 2*, Habicht 4*, Sperber 2*, Mäusebussard 7, Turmfalke 3, Baumfalke 1, Hohltaube 16, Buntspecht 1, Bachstelze 3*, Steinschmätzer 1, Goldammer 3

Fett = Bemerkenswerte Beobachtung (seltene oder wenig häufige Art oder hoge Anzahl)
* = Informationen (Maus über art)

Fernsehbericht „Das Verschwinden der Vögel — Artensterben in Brandenburg“ (OZON Umwelt/Wissenschaft)

Am 14.9.2015 um 22.15 Uhr berichtet „Ozon unterwegs“ im rbb-Fernsehen über das Artensterben in Brandenburg.

Es ist still geworden in Brandenburgs Agrarlandschaften. Laut Artenschutzexperte Helmut Brücher hat sich der Bestand der Feldvögel seit 1980 fast halbiert. Besonders betroffen sind Arten wie Feldlerche, Braunkehlchen. Wiesenpieper, Arten, denen aufgrund der Veränderungen in den Ackerlandschaften die Nahrung ausgeht. Dabei sind es nicht nur die immer rarer werdenden Brachflächen, sondern auch die vielen tausend Tonnen Glyphosat, die jedes Jahr zur Unkrautvernichtung versprüht werden und die damit auch die Nahrungsketten der Vögel vernichten. Seit 2001 haben Biologen im Auftrag des Bundesamtes für Naturschutz unter anderem im Ökodorf Brodowin erforscht, wie sich Landwirtschaft und Feldvogelschutz besser vereinbaren lassen, etwa durch Höherstellen der Messer bei der Mahd in der Brutzeit. Das Ergebnis sind nicht nur wieder mehr Vögel und blühende Flächen, sondern auch ein Handbuch für Bauern. Auf das es, so Martin Flade, Leiter des Biosphärenreservates, schon erfreuliche Resonanz gibt.

Weitere Informationen

 

Zugplanbeobachtungen in MH

29.08.2015 Bodendeponie Kolkerhofweg

Bei Zugplanbeobachtungen auf der Bodendeponie konnten folgende Beobachtungen gemacht werden:

 

Zählzeitraum: 07:00 – 16:00
Type zählug: alle Arten
Wetter: wind SO2, wolkenbedeckungsgrad 1/8
Zähler: Patrick Kretz

S N S N S N
Wespenbussard 3 Hohltaube * 14 Schafstelze 20
Schwarzer Milan * 1 Mauersegler * 28 Bachstelze * 2
Habicht * 1 Uferschwalbe * 2 Bluthänfling 1
Sperber * 1 Mehlschwalbe * 89 Admiral 1
Mäusebussard * 13 Brachpieper * 1 Taubenschwänzchen 1
Heringsmöwe 6 Baumpieper 42  
Gesamt: 226 Exemplare, 17 Arten, 9:00 Stunden

Anwesend: Graureiher 8, Graugans 12, Kanadagans 56, Schwarzer Milan 1*, Habicht 3*, Sperber 2*, Mäusebussard 6*, Turmfalke 4*, Bekassine 1, Waldwasserläufer 1, Hohltaube 3*, Ringeltaube 14, Grünspecht 1, Buntspecht 1, Bachstelze 5*, Braunkehlchen 3*, Schwarzkehlchen 3*, Dorngrasmücke 3, Zilpzalp 2, Dohle 12, Star 101, Feldsperling 32, Stieglitz 80, Bluthänfling 4

Zudem gelang für MH der Erstnachweis der Frühen Heidelibelle mit 3 Ind.

Detaillierte Angaben zum Vogelzuggeschehen finde Sie auf

www.trektellen.nl

Prognose für 2050: Plastikteile in bis zu 99% aller Seevogelmägen

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Plastikmüll stellt neben der direkten Aufnahme auch als Nistmaterial eine Gefahr für Seevögel dar
© Hans Glader

 

Die Verschmutzung der Ozeane durch Plastikmüll stellt ein weltweites Problem dar. Konzentrationen von bis zu 580.000 Teilen pro km² wurden nachgewiesen und die Verschmutzung steigt exponentiell weiter an. Die weltweite Produktion von Plastik verdoppelt sich derzeit alle elf Jahre. Obwohl bereits zahlreiche Studien Erkenntnisse über Auswirkungen auf die Tierwelt geliefert haben, gibt es bislang wenige systematische Risikobewertungen.

Im Rahmen einer Untersuchung der staatlichen Behörde Australiens für wissenschaftliche und industrielle Forschung CSIRO und des Imperial College London wurden 270 Studien zu Seevögeln aus den Jahren 1962 bis 2012 ausgewertet. Bei 80 von 135 (59%) in den betrachteten Studien untersuchten Seevogelarten wurde Plastik in der Nahrung nachgewiesen, durchschnittlich 29% der Individuen hatten Plastikteile in ihren Mägen. In einzelnen Vögeln wurden dabei bis zu 200 Teile gefunden. Der für Nahrung gehaltene und von den Vögeln aufgenommene bunte Plastikmüll kann zu Magenverschlüssen, Gewichtsverlusten und schließlich zum Tod der Vögel führen.

Während um 1960 gerade einmal bei 5% der untersuchten Vögel Plastik gefunden wurde, waren es 2010 bereits 80%. Hochgerechnet erwarten die Forscher, dass derzeit bereits rund 90% der Seevögel Plastik in sich tragen und diese Quote bis 2050 sogar bis auf 99% ansteigen wird.

Aus der Verbreitung und den Bestandstrends der Seevogelarten über die betrachteten fünf Jahrzehnte sowie der Verteilung des Plastikmülls haben die Forscher auch die Bereiche mit der größten Gefährdung für Seevögel durch die Verschmutzungen errechnet. Demnach sind besonders die südlichen Teile des Indischen, Pazifischen und Atlantischen Ozeans betroffen — Bereiche, die bislang eher als relativ unberührt angesehen wurden. Die größten Auswirkungen werden in der Tasmanischen See zwischen Australien und Neuseeland erwartet.

Zum ersten Mal wurde im Rahmen der in der amerikanischen Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences veröffentlichten Studie das weltweite Ausmaß der Gefährdung von Seevögeln durch Plastikmüll bewertet. Seevögel stellen hervorragende Indikatoren für den Zustand der marinen Ökosysteme dar. Es ist daher dringend notwendig die Verwendung von Plastik einzuschränken und die Verschmutzung durch besseres Abfallmanagement zu minimieren. Dass schon kleinere Maßnahmen effektiv sein können, zeigen beispielsweise Bemühungen zur Reduktion von Plastikmüll in Europa. Eine messbare Reduktion von Plastik in Seevogelmägen konnte hier bereits innerhalb von rund 10 Jahren erreicht werden.

Weitere Informationen

  • Chris Wilcox, Erik Van Sebille, and Britta Denise Hardesty. Threat of plastic pollution to seabirds is global, pervasive, and increasing. PNAS, August 31, 2015 DOI: 10.1073/pnas.1502108112

 

Erde erlebt sechste große Aussterbe-Welle

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Um sein Überleben kämpfen Vogelschützer seit Jahren: Der auf La Reunion endemische Newton-Raupenfänger rangiert unter den zehn seltensten Vogelarten der Erde.

Die Menschheit erlebt gegenwärtig einen regelrechten Tsunami des Aussterbens von Tierarten, die in ihrem Ausmaß die vorangegangenen fünf großen Aussterbe-Wellen in der Erdgeschichte in den Schatten stellen könnte. Zu diesem dramatischen Ergebnis kommt eine neue Studie aus den USA. Der US-Wissenschaftler Malcolm McCallum verglich für seine in Biodiversity Conservation publizierten Untersuchung das Ausmaß des Artensterbens seit 1800 beziehungsweise 1980 mit der großen Aussterbe-Welle am Ende der Kreidezeit vor etwa 65 Millionen Jahren, der auch die Dinosaurier zum Opfer fielen. Damals starben wahrscheinlich durch einen Asteroiden-Einschlag rund die Hälfte aller Wirbeltier-Gattungen und mehr als 70 Prozent der Wirbeltier-Arten aus. Für die Berechnungen zur gegenwärtigen Welle des Artensterbens griff der Autor auf die Daten der 2012 veröffentlichten Roten Liste der Internationalen Naturschutzunion IUCN zurück.
In verschiedenen statistischen Szenarien berechnet die Studie die Aussterberate sowohl auf Basis der tatsächlich seit dem Jahr 1500 bzw. 1980 ausgestorbenen Arten als auch unter Einbeziehung der Arten, die in der IUCN-Roten Liste in einer der Bedrohungskategorien von Ausgestorben bis zu Gefährdet rangieren und der Gruppe, über die nicht ausreichend Daten vorliegen (data deficient „dd“).

Die Ergebnisse sind ein Schrei nach Fortschritten im Artenschutz.
Die Ausrottung der Wirbeltierarten hat sich seit dem Jahr 1500 24- bis 85-fach schneller ereignet als während des Massensterbens in der Kreidezeit“, errechnete McCallum. Seit 1980 sei das Ausmaß des Aussterbens von Arten förmlich explodiert, warnt der Wissenschaftler.
Werden die gegenwärtig auf der Roten Liste geführten Arten sowie die „dd“-Arten für diese Berechnung als ausgestorben erachtet, erreichte das Ausmaß des Artensterbens sogar das 8.900- bis 18.500-fache des geschätzten Kreidezeit-Sterbens. „Diese extremen Werte und die hohe Geschwindigkeit, mit der die Biodiversität von Wirbeltieren zurückgeht, sind vergleichbar mit den Verheerungen früherer Aussterbe-Wellen.“ Sollte das Niveau des Artensterbens anhalten, sei dies ausreichend, ganze Wirbeltier-Gruppen in weniger als einem Jahrhundert auszurotten.

Für die Gruppe der Vögel errechnete McCallum auf Basis der seit 1500 ausgestorbenen Arten ein um 11 bis 78 Mal größeres Ausmaß des Artensterbens gegenüber des Kreidezeit-Sterbens. Unter Einbeziehung der Rote-Liste sowie der „dd“-Arten ergibt sich ein um 92- bis 793-fach größeres Ausmaß des Post-1500-Artensterbens gegenüber dem Kreidezeit-Ereignis. Hält das Artensterben im gleichen Tempo an, könnten alle Vogelarten der Studie zufolge in 23.400 bis 38.500 Jahren ausgestorben sein — abhängig davon, ob die Aussterberate seit 1980 oder seit 1500 zugrunde gelegt wird. „Wir rotten Tiere schneller aus, als es selbst der katastrophale Asteroiden-Einschlag zum Ende der Kreidezeit vermochte. Diese rasanten Verluste sind ohne Beispiel“, bilanziert der Autor.

Beitrag: Thomas Krumenacker

Weitere Informationen

  • McCallum, M.L. 2015: Vertebrate biodiversity losses point to a sixth mass extinction. Biodiversity and Conservation. DOI 10.1007/s10531-015-0940-6

 

Mittelmeer: 25 Millionen illegal getötete Zugvögel pro Jahr

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Rund 700.000 Feldlerchen werden alljährlich am Mittelmeer illegal getötet

© Peter Hering

 

Nach einer neuen Veröffentlichung von BirdLife International werden rund um das Mittelmeer jährlich viele Millionen Zugvögel gefangen oder geschossen. Unter den Staaten mit den höchsten Zahlen getöteter Vögel finden sich nicht nur Länder wie Syrien oder Libyen sondern auch einige europäische Nationen. So liegt Italien in der unrühmlichen Statistik mit rund 5,6 Millionen getöteten Vögeln pro Jahr nur knapp hinter Ägypten (5,7 Mio.). Ebenfalls hohe Zahlen wurden für Griechenland (0,7 Mio.), Frankreich (0,5 Mio.), Kroatien (0,5 Mio.) und Albanien (0,3 Mio.) ermittelt. Malta rangiert nicht unter den Ländern mit den höchsten Fangzahlen, doch bezogen auf die kleine Fläche des Landes, werden pro km² Fläche 343 Vögel getötet. Stellt man die Opferzahlen den Bevölkerungszahlen gegenüber, so liegt Zypern mit 196 pro 100 Einwohnern getöteten Vögeln vorne. Diese erschreckenden Zahlen zeigen den großen Bedarf, die EU-Vogelschutzrichtlinie zu erhalten und zu stärken.

In der Studie wurden auch die am meisten betroffenen Vogelarten ermittelt. Von den rund 25 Millionen Opfern entfallen mehr als 20 Millionen auf Singvögel. Es sind aber auch 1 Million Wasservögel sowie rund 700.000 Tauben und viele weitere Arten betroffen. Mit rund 2,9 Millionen getöteten Individuen rangiert der Buchfink deutlich auf Platz 1. Fangzahlen von über einer Million erreichen auch Mönchsgrasmücke (1,8 Mio.), Wachtel (1,6 Mio.) und Singdrossel.

Die im Rahmen der britischen Birdfair 2015, einer großen Messe rund um die Vogelbeobachtung, jüngst in einer Broschüre mit dem treffenden Namen „The Killing“ bekannt gegebenen Daten stellen nur eine Vorab-Information einer umfangreichen wissenschaftlichen Arbeit dar, die sich derzeit in Vorbereitung befindet.

Quelle: BirdLife International, 21.8.2015

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