Fernsehbericht „Das Verschwinden der Vögel — Artensterben in Brandenburg“ (OZON Umwelt/Wissenschaft)

Am 14.9.2015 um 22.15 Uhr berichtet „Ozon unterwegs“ im rbb-Fernsehen über das Artensterben in Brandenburg.

Es ist still geworden in Brandenburgs Agrarlandschaften. Laut Artenschutzexperte Helmut Brücher hat sich der Bestand der Feldvögel seit 1980 fast halbiert. Besonders betroffen sind Arten wie Feldlerche, Braunkehlchen. Wiesenpieper, Arten, denen aufgrund der Veränderungen in den Ackerlandschaften die Nahrung ausgeht. Dabei sind es nicht nur die immer rarer werdenden Brachflächen, sondern auch die vielen tausend Tonnen Glyphosat, die jedes Jahr zur Unkrautvernichtung versprüht werden und die damit auch die Nahrungsketten der Vögel vernichten. Seit 2001 haben Biologen im Auftrag des Bundesamtes für Naturschutz unter anderem im Ökodorf Brodowin erforscht, wie sich Landwirtschaft und Feldvogelschutz besser vereinbaren lassen, etwa durch Höherstellen der Messer bei der Mahd in der Brutzeit. Das Ergebnis sind nicht nur wieder mehr Vögel und blühende Flächen, sondern auch ein Handbuch für Bauern. Auf das es, so Martin Flade, Leiter des Biosphärenreservates, schon erfreuliche Resonanz gibt.

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